Die Webseite für Suchmaschinen und gleichzeitig den Besucher optimieren

Je nachdem wie ein Besucher die Webseite aufruft, sind ihm verschiedene Aspekte wichtig: Wenn er einen großen Bildschirm hat, will er die Seite möglichst breit sehen und nicht als schmalen Streifen irgendwo am Rand. Wenn er jedoch ein Handy benutzt ist vielleicht selbst so ein schmales Webseiten-Layout noch zu groß, außerdem will er dann keine Bilder haben, die lange geladen werden müssen und wenn er aus Bequemlichkeit oder gezwungenermaßen die Seite vorlesen lässt, ist es wichtig dass die Inhalte semantisch korrekt ausgezeichnet sind. Aber was soll das überhaupt heißen? Ganz einfach: Ähnlich wie in den Schreibprogrammen, gibt es auch in HTML verschiedene „Formatvorlagen“ für unterschiedliche Texte, die auch eine unterschiedliche Bedeutung haben. Zum Beispiel gibt es verschiedene Überschriften, Textabsätze, nummerierte Listen oder Aufzählungen, fetten, kursiven oder unterstrichenen Text, farblich hervorgehobene Inhalte usw. Genauso wie man im Textverarbeitungsprogramm sinnvollerweise diese Formatvorlagen benutzt, sollte man auch bei der Erstellung der Webseite davon Gebrauch machen! Jeder Editor, und auch die meisten Content-Management-Systeme (CMS) oder Blogs bieten diese Funktionen an.

Erstellen Sie also eine Webseite die strukturierten Inhalt und fehlerfreier sowie sinnvoller, sogenannter semantischer, HTML-Code enthält! Der Inhalt der Webseite sollte als Text und nicht etwa als Bild, oder Flash bzw. per JavaScript-Animation eingebunden sein.

Auf der sicheren Seite ist man, wenn man den Quellcode der Webseite von Hand schreibt, aber dafür muss man sich schon etwas auskennen! – Wie praktisch also, dass es so viele hilfreichen Tools und Editoren gibt. – Doch Vorsicht: Dabei entsteht häufig HTML-Code der überflüssige Befehle enthält oder sogar fehlerhaft ist. Auf jeden Fall sollte man die Webseite mit einem Prüfprogramm, dem sogenannten Validator von W3C, überprüfen und die dort angezeigten Fehler korrigieren.

Aber warum diese ganze Vorrede wenn es doch eigentlich um Suchmaschinenoptimierung geht?

Ganz einfach: Wenn man nun eine Webseite hat, die fehlerfrei ist, hat das gleich viele Vorteile: Der Browser zeigt die Seite für den Besucher vernünftig dar, egal ob auf dem Handy oder am Computer und auch die Suchmaschinen können die Webseite dann vernünftig auslesen und belohnen das mit einer entsprechenden Position in den Suchergebnissen. – Für Suchmaschinenoptimierung ist also ein fehlerfreier oder mindestens annähernd fehlerloser und vor allem semantisch korrekter Quellcode wichtig!

Natürlich gibt es noch viele weitere Kriterien, um bei Suchmaschinen besser da zu stehen. Dabei wird unterschieden in Maßnahmen die an der Webseite selbst vorgenommen werden („onpage“) und Schritte die drumherum durchgeführt werden („offpage“).

onpage-Optimierung: Titel, Schlagworte, Adresse usw.

Hier nun ein paar Beispiele für onpage-Optimierung: Jede Webseite und Unterseite mit einem aussagekräftigen Titel versehen, dieser sollte auch eindeutig innerhalb der Webseite sein und natürlich die wichtigen Schlagworte des jeweiligen Textes widerspiegeln. Außerdem per Meta-Tags einige Suchbegriffe oder Schlagworte (Keywords) und eine Beschreibung der aktuellen Seite (Description) angeben. Außerdem sollte die Domain einprägsam sein und gleichzeitig über den Seiteninhalt informieren, indem sie beispielsweise wichtige Schlagworte enthält. Das gleiche gilt für die Dateinamen oder Ordnernamen innerhalb der Unterseiten, irgendwelche Nummern oder kryptische Bezeichnungen sind eher ungünstig, zu lang sollte die gesamte Adresse (URL) aber auch nicht werden! Außerdem ist wichtig die Unterseiten alle miteinander zu verlinken, damit die Suchmaschinen überhaupt darauf gelangen können. Dabei ist auch relevant, welcher Text genutzt wird, um auf die Unterseiten zu verweisen. Hierbei ist sinnvoll den Titel oder inhaltsrelevante Begriffe zu verlinken und nicht etwa „hier klicken“.

offpage-Optimierung: Verlinkung, Backlinks

Wenn die Webseite an sich nun soweit vorbereitet ist, kann man auch von außerhalb, die sogenannte offpage-Optimierung in Angriff nehmen. Dabei ist ein wesentlicher Punkt: Die Webseite auf anderen relevanten Webseiten, Blogs, Foren oder Verzeichnissen zu verlinken. Dabei kann man beispielsweise einen Linktausch mit einem Partner vereinbaren, oder in Blogs zu deren Thema man sich auskennt, bzw. die eigene Webseite passt einen Kommentar sowie einen Webseiten-Link hinterlassen. Dabei spielen natürlich die bereits genannten Buttons der Sozialen Netzwerke eine Rolle, denn wenn dort aus Artikeln, Videos oder Kommentaren auf die Webseite verlinkt wird, kann das besonders wirkungsvoll sein. Außerdem bietet sich in diesem Zusammenhang der bekannte Button-Exchange oder auch Bannertausch an, wobei dann eine Verlinkung auf die Webseite wichtig ist, ohne Zwischenschritte in Communities oder Exchange-Scripts.